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Eli uf de Trails in Massa Marittima

Da ich die Tour von morgen kenne...

Elvira im Trail-ParadiesUnsere Tourenwoche in der Toskana beginnt mit einem Aperitif und einer warmherzigen Begrüssung des MTBeer Teams im Vorgarten des Restaurants im Agritursimo Tenuta Il Cicalino. Etwas stürmisch geht es an diesem Abend zu und her. Der Wind sorge, so sagt man, für das schöne Wetter am nächsten Tag. Kulinarisch geht es üppig weiter und wir werden, wie auch an den darauffolgenden Abenden, mit einem leckeren Nachtessen verwöhnt. Schon ab dem ersten Abend meinen wir das Konsumverhalten unserer Guides in die Tourenlänge vom nächsten Tag übersetzen zu können - „weisch, i kenne d‘Tour vo morn“ kommt diese Woche immer wieder zur Sprache.

Stahlblauer Himmel und Sonnenschein wecken uns am Sonntagmorgen und wir machen uns auf zum Frühstück. Kurz - kurz ist die Empfehlung für die Kleiderwahl, welche wohl die Grosszahl der Teilnehmenden noch etwas zögerlich entgegennehmen. Genauso zögerlich geht es mit der Gruppenaufteilung weiter. Von links nach rechts bildet sich keine Linie, sondern eine Traube. Housi, Herr der Lage, macht nicht lange und bildet zwei Gruppen: Ferrari und Cappuccino. Auf die Sattel, fertig, los… Die erste Tour führt nord-östlich in die Region Pianizzoli hinter Massa Marittima, durch Wälder, an einem Wildschwein Gehege vorbei, ist reich an Höhen- und Tiefenmeter und gespickt mit spassigen Single Trails wie der Schlange, dem Riverside. Up- und Downhill, versteht sich hier. Nach der kurzen Kaffeepause in der Osteria Il Cinquino geht es weiter. Für den nächsten Abschnitt brauchen spätestens alle die Pasta-Kalorien-Reserven des Vortags auf. Der steile Aufstieg führt uns zu der letzten Single Trail Abfahrt, dem Jailtrail am Monte Arsenti. Gemeinsam geniessen wir das Mittagessen und gehen am Nachmittag dem breiten Aktivitätenangebot des Resorts nach - so geniessen wir von Massagen, einer Abkühlung im Nass oder „dolce fare niente“ und treffen uns zum gemeinsamen Nachtessen wieder.

Tag zwei, unsere Mountainbikes freuen sich. Denn als erste Tat werden sie mit gekonnten Griffen unserer Guides Jutta, Housi und Martin für die Pesta Tour auf Vordermann gebracht. Geschmiert fahren wir ein gutes Stück über Feldwege, mal links, wieder links, mal rechts. In welcher Himmelsrichtung wohl Massa Marittima steckt? Diese Fragen aller Fragen begleitet uns nicht nur heute. In der Cappuccino Gruppe - ab heute Espresso genannt - wird sie auch zur Kaffeepause an einem der wohl schönsten Plätze, dem Agriturismo Il Felciaione, besprochen. Wir stellen fest, dass wir bei der Kuchenwahl das bessere Händchen haben, verglichen mit den Orientierungsfähigkeiten. Die Ferrari Gruppe schliesst sich uns an - die Kuchen waren himmlisch. Auch die Guides essen Kuchen … wie lange die Heimfahrt wohl sein wird? Lassen wir uns überraschen. Juttas Gruppe bahnt vor, übers Feld, auf zum Single Trail der den Namen Canyon, früher Brutalo trägt. Der Name ist Programm, es wartet ein flowiger Trail zwischen Felsen und Steinen auf uns. Ja, die Strapazen des Aufstiegs sind vergessen und das Trail-Lächeln macht sich auf den Gesichtern breit. Zurück radelt es sich fast von alleine - die Pasta ruft. Sonnenschein und warme Temperaturen laden für den Nachmittag zum Verweilen ein. Im Kreis vor dem Kamin stossen wir auf einen weiteren genussvollen Tag an. Anmerkung der Autorin: Das Nachtessen fühlte sich heute besonders gross an - ich denke es liegt an der morgigen Tagestour.

Tagestour? Wir fahren ans Meer! Fahren? Dass dies besser geht mit Luft (nein, ich meine nicht den heutigen Wind) ist uns klar. Noch vor dem Start waren mechanische Fähigkeiten gefragt und nach einer kurzen Verzögerung waren wir am Start. Nicht mehr vollends frisch in den Beinen ging die heutige Tour, für die Espressi mit Shuttle, für die Ferrari mit Muskelkraft los. Über den ersten Pass, zum schlafenden Jäger, über weitere Trails, dessen Namen so schnell vorbei gehen wie die Strecke selbst. Über dem Monte Bamboli geht es abwechselnd über Stein und Wald, der Feuerschneise bis wir einen ersten Blick auf das Meer erhaschen. Wir richten unsere Blicke schnell wieder auf den Boden zurück und geniessen den vor uns liegenden Trail, der uns bis fast nach Follonica bringt. Noch einige Kurven auf sandigem Grund, durchs Städtchen zum Strand. Wer zurück denkt - hier war viel Luft- nicht nur im Rad. Im Windschatten einer Steinmauer oder im Restaurant tanken wir Energie und kommen in den Genuss eines Gelati. Wir füllen unsere Flaschen und posieren für die Instagram Story von Bikebox. Danach trennen sich unsere Gruppen für den Rückweg. Sommerliche Temperaturen begleiten uns diesen Nachmittag und wir freuen uns über weitere Trails, frisch gepflanzte Weinreben, vorbei an malerischen Anwesen zurück ins Cicalino. Viel Zeit bleibt heute nicht, denn uns erwartet musikalische Unterhaltung. Housi, wir danken dir! 

Downhill Liebhaber - ahoi! Am tourenfreien Tag finden sich gut die Hälfte der Gruppe nach dem Frühstück ein. Heute heisst es Shutteln. So werden die Fahrräder verladen, nächster Halt: Monte Arsenti. Nicht so schnell - erst müssen noch die letzten Höhenmeter aus eigener Kraft zurückgelegt werden. Oben angekommen, wird gesattelt und der Spass geht los. Los? Wieder fehlt Luft. Bestens ausgerüstet ist diese Platten-Panne schnell behoben. Gestartet mit einem flowigen Trail. Die Schwierigkeitsstufe steigert sich von Abfahrt zu Abfahrt. Bis auf einen kleinen Zwischenfall - ich liess mir sagen, dass hier ein E-Bike fliegen lernte - geniessen die Fahrer die gesamthaft vier Abfahrten. Die andere Hälfte lässt es gemütlicher angehen, fliegen in die nahe gelegene Stadt Siena aus oder geniessen den sattel-freien Tag beim Wellnessen. Kurz vor dem Nachtessen entführt uns Housi gedanklich nach Namibia und lässt uns an seinen Erfahrungen der Reise teilhaben. Die unzähligen Eindrücke, Stimmungen, Sonnenuntergänge und Wildtiere nehmen wir mit und finden zum Nachtessen wieder alle zusammen.

Pünktlich wie eh und je, finden wir uns auf dem Vorplatz des Cicalinos ein. Ja, die Beine sind wohl nicht mehr ganz frisch - dafür sind es die Temperaturen. Dementsprechend freuen wir uns über den ersten Aufstieg. Warm und unterdessen auch eingefahren, steht die erste Trail Abfahrt vor. So genannte «gseefti Jurasteine» und nasse Wurzeln forderten unsere Aufmerksamkeit - der Spassfaktor bleibt bestehen. Heute geht es Richtung Valpiana, wo wir auch eine weitere Kaffeepause einläuten. Immer wieder beeindruckend, wie punkt genau sich die beiden Gruppen zum selben Zeitpunkt einfinden. Mit der Aufbruchstimmung, fielen auch die ersten Regentropfen. Der Rückweg über schlängelnden Trails zeigt sich von der besten Seite. So schlängeln wir der Reihe nach durch die schönen Wälder und über Felder, entlang von Bachläufen ... Halt, ein Bieber! ... zurück in die Unterkunft. Durchnässt, aber zufrieden neigt sich ein weiterer Tourentag dem Ende zu. Am späten Nachmittag treffen wir uns vor der Reception und fahren, zum zweiten Mal am heutigen Tag nach Vapiana. Wir kommen hier in den Genuss von lokal produziertem Olivenöl. Weiter geht es zur Degustation auf dem Weingut Agriturismo Valentini. Nach sieben (!) gekosteten Weinen kommen erneut Fragen auf, wie lange wohl die morgige Tour sein wird. Unsere Guides grinsen auf den Stockzähnen - es scheint, sie würden die Tour von morgen kennen...

Wir starten bereits die letzte Tour der Woche, alle Wetter Apps sind geprüft. Das Fazit: Es regnet noch immer. Gegenüber den Vortagen war die Motivation leicht gedämpft, wir versuchen uns jedoch nichts anmerken zu lassen. Auf ging es über den Spaghetti Trail, auf die Tour am Hausberg vom MTBeer, dem Monte Arsenti. Geschicklichkeit und Kondition werden noch einmal gefordert, bevor die erste Abfahrt folgte. Trotz einigen Bemühungen die Bikes sauber zu halten (schrubbten doch zwei ihre Bikes vor der Tour?), erkennen wir kaum die ursprüngliche Farbe unserer Bikes noch. Der Regen liess glücklicherweise bald nach, was blieb war eine Schlammschlacht. Halb so schlimm, wie wir feststellen. Freude machen die Trails am Monte Arsenti allemal. Die Kuchen bei Paula sehen wunderbar aus und schmecken vorzüglich. Die Hündin Eva haltet uns auf Trab, Handschuhe mit einer Schlamm-Panade entsprechen genau ihrem Geschmack. Gestärkt steigen wir ein letztes Mal auf unsere Räder, lassen die Höhenmeter hinter uns und geniessen die Abfahrt. Yeah, das ist ein Spass! Zwischendurch reicht das Vergnügen sogar für einen ausgedehnten Freudeschrei. Genüsslich lassen wir den Abend mit einem wiederum sehr feinen Nachtessen (und einer Karotte!) ausklingen und nehmen Abschied von unseren Guides und Gästen.

Wir danken dem MTBeer Team und dem Cicalino für die unvergesslichen Tage in der Toskana, die Inputs und bombastischen Trails! Heute kennen wir unsere Touren von morgen, wünschen wir gute Nacht und auf Wiedersehen! 

Elvira

Sonntag, 24. April 2022

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